Borretsch

Ein eher selten anzutreffendes Gewürz in Küchen ist der Borretsch. Wie der volkstümliche Name "Gurkenkraut" andeutet, besitzen die Blätter und Blüten vom Borretschkraut einen gurkenähnlichen Geschmack.

Da der Verzehr der Borretschblätter sowie Blüten, bei normalem Konsum, unbedenklich ist, eröffnet dies ein breites Spektrum an Farb- und Geschmackskompositionen. So sind die hellblauen bis lila gefärbten Blüten ein schöner Augenfang in Eiswürfeln oder Salaten.

Neben dem allgemeinen Gebrauch in der Küche ist Borretsch auch in der Naturheilkunde bekannt und geschätzt. Man sagt ihm nach, dass er den Stoffwechsel anregende Eigenschaften entfalten kann, welche ferner gegen Fieber, Verschleimung der Atemwege und Harnverhalten helfen soll.

Übersicht – Borretsch

Botanischer Name: Borago officinalis
Höhe: 20-60 cm
Aussaat: März bis April
Erde: Kalkreicher Boden oder Sandboden
Lebensdauer: einjährig
Standort sonnig, Halbschatten, warm
Düngung: Topfpflanzen gelegentlich düngen
Wasser: öffters gießen
Blütezeit: Mai bis August und Anfang September

Borretsch für/auf Balkon und Terrasse

Der Borretsch gedeiht sowohl im Garten als auch auch in den eigenen vier Wänden. Das Borretschkraut stört sich dabei weder an Krügen, Töpfen noch Kästen, ebenso wenig ob er auf dem Balkon oder Terrasse angepflanzt wird.

Da die Pflanze große Mengen an Samen produziert, kann diese sich in einem Garten fast Unkrautartig vermehren. Borretsch wächst vermehrt an hellen Stellen mit genügend Wasserzufuhr.

Züchten von Borretsch

Die Borretschsamen können meist in jedem Fachhandel gekauft, beziehungsweise durch eigene Züchtungen des Vorjahres gewonnen werden. Die Samen werden etwa im Zeitraum März-April mit Hilfe eines Vermehrungskastens oder Minitreibhaus zum keimen gebracht. Soweit man sich sicher ist, dass kein Nachfrost mehr einsetzt, können die Samen auch direkt im Garten ausgesät werden. Dann blüht der Borretsch jedoch später als wenn dieser im Zimmer kultiviert wurde.

Wenn die angezüchteten Pflanzen groß genug geworden sind, können diese in den Garten oder in Töpfen umgepflanzt werden.

Im Spätsommer können die reifen Samen von den Borretschblüten eingesammelt werden und als Saatgut für das kommende Jahr aufbewahrt und verwendet werden.

Pflege

Borretsch stammt aus dem Mittelmeerraum und gedeiht dementsprechend gut in der Wärme der Sonne und auf Kalk- oder Sandboden mit nahrhafter, gut durchlässiger Erde. Die Pflanze benötigt vor allem an sonnenreichen Tagen reichlich Wasser.

Das Kraut hat im Freien, durch seine behaarten Blätter, kaum Feinde. Jedoch kann Borretsch zu Hause von weißen Fliegen und Blattläusen befallen werden, wenn die Luft zu trocken ist. Bei geringem Insektenbefall hilft es den Borretsch zwei- bis dreimal wöchentlich mit kühlem Wasser abzuduschen.

Borretsch braucht an sich nicht beschnitten werden, es reicht aus wenn die benötigten Blätter oder Blüten für das Würzen abgenommen werden.

Borretsch als Küchenkraut

Für den allgemeinen Küchengebrauch lohnt es sich nur die jungen weichen Blätter und Blüten des Borretschs zu verwenden, da die älteren und großen Blätter ziemlich hart sein können. Beim Trocknen oder auch durch längeres Kochen verliert das Kraut einen Großteil seines Aromas.

Tipp: Wenn das Kraut in warmen Speisen (wie beispielsweise in Fisch- oder Hackfleischgerichten) Verwendung finden soll, ist es ratsam dieses erst kurz vor dem Servieren dazuzugeben. Die Blüten des Borretschs lassen sich als Dekoration für Süßspeisen oder auch als Zierde in Getränken verwenden, dabei entfalten sie eine etwas kühlende Wirkung. Die Samen der Pflanze sollten nicht direkt für Speisen verwendet werden. Hingegen kann aus den Samen der Pflanze, Öl (Borretschsamenöl) gewonnen werden.