Dill

Dill ist ein beliebtes Küchenkraut und trägt hierzulande viele Namen. So kennt man den Dill als Gurkenkraut, Kapernkraut, Hochkraut, Kümmerlingskraut oder ganz einfach als Gartendill. Er gehört wie beispielsweise der Kerbel zur Familie der Doldenblütler und zeichnet sich durch seinen stark aromatischen Duft und den dekorativ gewachsenen Blütenständen aus.

Übersicht – Basilikum

Botanischer Name: Anethum graveolens
Höhe: 60-80 cm
Blüte: gelblich klein in schirmartigen Dolden
Aussaat: Frühjahr / April-Juni
Boden: gut ablaufender Boden mit hohen Humusanteil
Lebensdauer: einjährig
Standort sonnig, warm
Wasser: Boden möglichst feucht halten
Blütezeit: Spätsommer

Anbau und Vermehrung von Dill

Dill ist ein recht anspruchsloses Kraut und ist bereits ein Teil der Wildflora geworden. Das Kraut kann sich durch Samenausfall selbst vermehren, dabei sucht es sich automatisch geeignete Standorte zum gedeihen.

Um der Vermehrung entgegen zu wirken sollte man die Samen vor der Reife einsammeln und an einen trockenen, warmen sowie luftigen Platz aufbewahren. Die Samen können dadurch bis zu 3 Jahre Keimfähig gehalten werden.

Die Aussaat findet von April bis Juni statt und gestaltet sich meist recht einfach. Die Dillsamen werden vorzugsweise in Abstand von etwa 20 cm auf sonnigen und gut ablaufenden Böden mit hohem Humusanteil gesät.

Achtung: Wird Dill dicht neben Fenchel gepflanzt, kann es durch gegenseitige Bestäubung, zu Hybriden kommen.

Pflege

Dill kann in heißen Sommern stark und kräftig wachsen, wegen der beachtlichen Höhe die er dabei meist erreicht, besteht Windbruchgefahr. Zur Sicherheit sollten Sie einen Staudenhalter als Stütze anbieten.

Die Pflanzerde soll gut wasserdurchlässig sein, darf aber nie austrocknen, sonst fangen die Pflanzen umgehend zu blühen an. Der Dill keimt vorwiegend im Dunkeln und benötigt dafür meist 3 Wochen.

Gartentipp: Die Jungpflanze wächst relativ langsam und bietet etwaigem Unkraut genug Zeit
und Gelegenheit sich in der Nähe auszubreiten. Damit der Dill diese
Wachstumsphase einfach und leicht übersteht, sollte das Unkraut soweit und sooft wie möglich entfernt werden.

Verwendung von Dill

Dill ist ein altes Gewürz und vor allem in skandinavischen Ländern beliebt. Dort wird Brot und sogar Kuchen mit Dill gebacken. Doch vor allem bei Fischgerichten ist Dill mit seinem starken Eigenaroma dominant vertreten. Unentbehrlich sind Dillkraut im Sud für Einlegegurken. Dillblätter hingegen sind Bestandteil vielfältiger Kräutermischungen für Soßen und Salate. Ein klassisches Beispiel ist die Dillsauce, welche oft zu Lamm, Huhn und Kalbfleisch angerichtet wird.

Tipp: Frischer Dill sollte erst kurz vor der Vollendung einer Speise hinzugegeben werden, da er durch Kochen sein feines Aroma verliert.

Die Zweige, Blüten und Samenstände sind sehr apartes floristisches Beiwerk in Sommersträußen.

In der Naturheilkunde sind Dillsamen bekannt, aus ihnen wird beispielsweise Dillwasser erzeugt, welches verdauungsfördernde Eigenschaften nachgesagt wird.