Oregano

Oregano oder auch Origano geschrieben, gehört zur Familie der Lippenblütler und kann 30-60cm hoch werden. Im Gegensatz zu dem in seiner Verwandtschaft stehenden Basilikum ist dieses Kraut eine mehrjährige Pflanze. Zudem sollte Oregano in der Hauptblütezeit geerntet werden.

Sorten und Arten vom Oregano

Die verschiedenen Unterarten sind hauptsächlich durch die unterschiedlichen Blattfärbungen zu erkennen. So kennt man den normalen Oregano durch die dunkelgrünen, manchmal rötlich überhauchten Blätter. Bei anderen Arten wie dem "Aureum Crispum" oder "Gold Variegated" sind die Blätter gelb-grün, beziehungsweise weiß-grün panaschiert, wie es bei "Variegate" der Fall ist.

Das Blatt vom Oregano besitzt eine ovale Form, je nach Unterart mehr oder weniger gezähnt. Alle Blätter duften bei Zerreiben kräftig aromatisch.

Übersicht – Oregano

Botanischer Name: Origanum vulgare
Höhe: 30-60 cm
Aussaat: April / Mai
Erde: Kalk- oder Sandboden
Lebensdauer: einige Jahre
Standort sonnig
Düngung: bei Topfkultur einmal monatlich
Wasser: in Kästen regelmäßig im Garten kaum gießen
Blütezeit: Juli bis September

Pflege und Gartentipp

Oregano ist ein pflegeleichtes Kraut was kaum Anforderungen stellt. Die Pflanze benötigt zum wachsen einen leicht schattigen bis sonnigen Platz. Wird Oregano im Balkonkasten oder einem Topf gepflanzt, so benötigt er regelmäßig Wasser und ab und zu etwas Dünger. Im Garten ist das gießen hingegen erst in langen Trockenperioden nötig.

Wild wächst Oregano oder Dost an sonnigen Wald- und Gebüschrändern, auf mageren Wiesen und Brachflächen. Daher sollte die Topferde kalkhaltig und nicht zu nahrhaft sein. Unbedingt auf guten Wasserabzug im Topf achten.

Obgleich der Oregano, wie viele andere Kräuter, kaum von Krankheiten befallen wird, so kann es in kühlen und nassen Sommern vorkommen, dass sich auf den Blättern ein weißer Puderbelag bildet. Hierbei handelt es sich um eine Pilzerkrankung dem sogenannten Mehltau. Bei einem Befall müssen die befallenen sowie angrenzenden Triebe weit runtergeschnitten werden. Zudem Hilft es den Boden etwas aufzulockern.

Vermehrung und Aussaat

Oregano kann auf unterschiedlichem Wege vermehrt werden. So ist es möglich Oregano durch einfache Aussaat oder auch durch Stecklingsvermehrung anzupflanzen. Der einfachste Weg zur Vermehrung ist sicherlich eine große Krautstaude über Teilung (zum Beispiel mit einem scharfen Spaten) zu vermehren.

Verwendung von Oregano

Oregano ist das klassische Gewürz der italienischen Küche. Es darf auf keiner Pizza fehlen, passt aber auch zu Gemüseeintopf, Auflauf, Suppe, Fleisch- und Nudelgerichte sowie zu Tomatensalat und Käse.

Für das Würzen können junge Triebspitzen, einzelne frische oder auch getrocknete Blättchen verwendet werden. Für den allgemeinen Küchegebrauch kann man vom späten Frühjahr bis zum Herbst ernten, wobei die Haupterntezeit von Juni bis September mit der Blütezeit zusammenfällt.

Im Gegensatz zu Majoran behält Oregano im getrockneten Zustand einen Hauptteil seines Aromas. Dafür müssen die Triebe zirka 5 cm über den Boden abgeschnitten und zu einem Bündel geschnürt werden. Danach hängt man dieses Kopfüber an einen luftigen und schattigen Platz. Sobald die aufgehängten Triebe ganz dürr sind können die Blätter abgezogen und in ein luftdichtes Behältnis gegeben werden.

Oregano wird in der Naturheilkunde als Verdauungsmittel sowie als Appetitanreger eingesetzt. So hilft er vor allem bei fetten Speisen mit der Verdauung.

Wissenwertes – weitere Namen

Durch die enge Verwandtschaft mit dem Majoran, wird der Oregano auch als "Wilder Majoran" bezeichnet. Weitere bekannte Namen sind Wohlgemut, Dost oder Dorst.