Ringelblume

Die Ringelblume stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und hat sich im laufe der Zeit über große Flächen Europas verbreitet. Wie schon im Mittelalter, ist sie auch heute noch in der Naturheilkunde bekannt und gefragt. Durch Gartenfreunde wird die Ringelblume, mit ihren leuchtend orangefarbenen oder gelb-goldenen Blüten, oft als Zierpflanze in Balkonkästen, Terrassen oder Blumenbeeten gepflanzt. Durch ihre Eigenschaften ist die Ringelblume auch im Mischgärten und im Bauerngarten sehr beliebt.

Übersicht – Ringelblume

Botanischer Name: Calendula officinalis
Höhe: 25-60 cm
Aussaat: Mai / Juni
Erde: gedeiht in fast jedem Boden
Lebensdauer: einjährig
Standort sonnig
Düngung: ein bis zwei mal pro Monat
Wasser: regelmäßig gießen
Blüte: gelbe und orange Korbblüten
Blütezeit: Mai bis Oktober

Aussaat und Vermehrung

Die Ringelblume ist keine frostbeständige Pflanze, daher sollte mit dem Aussähen im Garten bis Mai oder Juni gewartet werden. Sobald die Pflanzen ihre ersten größeren Blätter ausbildet haben ist es eventuell ratsam die Ringelblumen im Abstand von etwa 26 cm auszudünnen. Bei der Aussaat sollte bereits darauf geachtet werden, dass die Pflanzen in der Blütezeit an einen sonnigen und warmen Standort steht.

Tipp: In den eigenen vier Wänden kann schon Ende Januar oder Februar angefangen werden die Samen zu säen. Dabei werden zwei Samenkörner, bei einer Tiefe von etwa 1 cm, in leichte Saaterde gesteckt. Bei einer Raumtemperatur um die 15 °C, keimen die kleinen Ringelblumen bis März heran, wo sie dann in den Garten, Töpfe oder Balkonkästen umgepflanzt werden können.

Hat sich die Ringelblume einmal im Garten etabliert, sät sie sich Jahr für Jahr von selbst aus.

Gartentipp und Pflege

Die Ringelblume ist genügsam und stellt wenige Ansprüche an den Boden auf dem sie wächst. Bis sich die ersten Knospen zeigen, benötigt die Pflanze nur mäßig Wasser, danach sollte sie regelmäßig gegossen werden. Damit die Blumen üppiger blühen, empfiehlt es sich diese ein bis zweimal im Monat mit Flüssigdünger zu gießen. Verwelkte Blüten können getrost abgeschnitten werden. Dadurch wird die Ringelblume zum treiben neuer Blütenknospen angeregt.

Verwendung von Ringelblumen

Die Ringelblume ist wahrlich ein Allrounder. Sie ist beispielsweise eine begehrte Zierpflanze in Balkonkästen und Töpfen, aber genauso auch eine Arzneipflanze aller erster Güte, was die Auszeichnung zur Heilpflanze des Jahres 2009 nur bekräftigt.

In Salbenform wird die Ringelblume als ausgezeichnetes Hautheilmittel angewendet, bei trockener, rissiger Haut, Verletzungen, Verbrennungen, Quetschungen oder auch Blutergüssen. In Tees wirkt sie auf Leber, Galle und bei Frauenleiden, beruhigt die Verdauung und stärkt das Herz. Die Blütenblätter können in der Küche zum Würzen und Dekorieren von Salaten und Suppen verwendet werden. Im Garten wird der Ringelblume oft nachgesagt, dass sie sich zum Vertreiben von Nacktschnecken eignet.